Kapitel 1: Ein Fest mit Hindernissen
28. Pharast 4711, Sandpoint, Varisia
Obwohl Sandpoint einiges an Aufregung in den letzten fünf Dekaden er- und überlebte, waren die letzten fünf, sechs Jahre ruhig, abgesehen von vereinzelten Angriffen durch Goblins auf Händler und einsame Reisende - doch zwei, drei muskel- und waffenstrotzende Wachen erwiesen sich in der Regel als ausreichend, um die eher feigen, kleinen Biester abzuschrecken.
In den letzten zwei Wochen scheint sich das jedoch geändert zu haben; Amris Kiehn, fahrender Händler und Hauptlieferant von 'Savah's Waffen' war der erste; trotz seiner drei, den Anforderungen mehr als entsprechenden, Wachen wurde er von Goblins angegriffen und beinahe getötet.
Auch eine Gruppe von Händlern aus Magnimar wurde Opfer der kleinen Biester als sie, auf der Suche nach einem guten Deal mit Ameiko Kaijitsu für den Import von Sandpoint's Glaswaren, nach Sandpoint reisten. Die Händlergruppe kehrte um und sandte einen berittenen Boten, der ihre Meinung zur Effizient der Sandpoint Miliz wenn nicht sonderlich geist- so doch sehr wortreich vermittelte.
Beunruhigt über die Dreistigkeit der Goblins hat Sheriff Hemlock das vor fünfzehn Jahren aus finanziellen Gründen abgeschaffte Kopfgeld auf Goblins wiedereingesetzt: 1 Vi-kor für jedes relativ frisches Goblinohr sowie eine Sonderprämie von 50 Vi-kori für den Kopf Gutwad's, dem Häuptling des Krötenlecker-Stammes.
Wäre Shalelu nicht wieder einmal auf einem ihrer ausgedehnten 'Ausflüge' (und interessierte sie sich für Silber), hätte sie das Kopfgeld vermutlich schon kassiert. So jedoch winkt das Kopfgeld nach wie vor dem- oder denjenigen, die den Mut und die Kraft haben, die Gelegenheit beim Schopf zu packen.
Auch Ameiko Kaijitsu ist verstimmt über die vermehrte Aktivität der Goblins; die Knospen an den drei Kirschbäumen hinter dem Rostigen Drachen reifen und werden sich in ein paar Tagen öffnen - weshalb die Vorbereitungen für das jährliche Sakura-Hanami, dem Kirschblütenfest, das sie ausrichtet, in vollem Gange sind.
Das Sakura-Hanami ist ein Highlight ganz besonderer Art; der Rostige Drache serviert authentische Speisen aus Tian und Ameiko singt und spielt traditionelle Lieder auf ihrem Shamisen für ihre Gäste. Zahlreiche bunte Lampions schmücken die drei Kirschbäume und spenden Licht, während in die Nacht gefeiert wird.
Doch mit der erhöhten Gefahr durch die Goblins ist das Sakura-Hanami in Gefahr; Ameiko's Bestellungen liegen in Magnimar bereit, doch die Händler sind nicht willig, das Risiko eines Überfalls in Kauf zu nehmen.
Dass der Krötenlecker-Stamm anscheinend den Respekt vor bewaffneten Wachen verloren hat, ist schon schlimm. Dass die kleinen Biester offenbar eine gefährliche Art von Magie in ihre gierigen Pranken bekommen haben, wesentlich schlimmer.
Eine der Händlerwache sprach im Fieber davon, wie die Goblins den Wagen seines Auftraggebers mit Explosionen farbigen Feuers angegriffen hatten. Beinahe könnten die Worte der Wache als Fiebergespinnst abgetan werden - wären da nicht die grossflächigen Verbrennungen, die den Mann beinahe umgebracht haben...
Der Wächter ist zur Zeit in Behandlung in der Kathedrale Sandpoints, wo er von den Priestern gepflegt wird.
Sheriff Hemlock wartet ungeduldig darauf, den Wächter detailliert befragen zu können, doch Frater Abstalar Zantus, der Hohe Priester der Kathedrale, hat alle bisherigen Versuche des Sheriffs abgeblockt; solange es keine konkrete Pläne der Miliz für ein Vorgehen gegen die Goblins gebe, werde er nicht zulassen, dass die Heilung der Wache unterbrochen wird. Hemlock müsse sich gedulden.
Ameiko hat, in der Hoffnung, das Goblin-Problem schnellstmöglich aus der Welt zu schaffen, versprochen, das Kopfgeld aus eigener Tasche zu verdoppeln, so dass zur Zeit eine Gesamtprämie von 2 Vi-kori pro Goblinohr und 100 Vi-kori für Gutwad's Kopf ausstehen.
11:45
Nun, gerade rechtzeitig zum Mittagessen, kehren verschiedene Bewohner Sandpoints im Rostigen Drachen ein, ein jeder mit einem Interesse daran, dass die Goblinüberfälle ein Ende finden. Sei es, um des Kopfgeldes willen, sei es aus einem Bedürfnis, der Bedrohung Einhalt zu gebieten, bevor die Goblins in den Besitz noch mehr Waffen und Beute kommen, die sie zu einer Gefahr für Sandpoint selbst machen - oder aus anderen, persönlicheren, Gründen.
Der Rostige Drachen duftet wunderbar; der Geruch von bratendem Fleisch, dünstendem Gemüse und exotischen Gewürzen driftet verführerisch durch den Gastraum und lässt den Gästen das Wasser im Munde zusammenlaufen.
Schalen mit aromatischen Tees stehen auf kleinen, gläsernen Plättchen vor den Gästen auf den glänzend lackierten Holztischen.
Die dekorativ an den Wänden verteilten Musikinstrumente und
Tusche- und
Wasserfarbenzeichnungen von schlangenähnlichen Drachen auf Papier oder Seide bieten immer wieder etwas neues für das Auge zu entdecken.
Ein korvosanischer Barde, zweifelsohne angereist für das bevorstehende Sakura-Hanami, spielt eine leise, leichte Melodie auf der für diesen Zweck frei gehaltenen, erhöhten Plattform.
Nahe der zur Küche führenden Flügeltüren sitzt Sheriff Hemlock und spricht in gedämpfter Stimme mit einer leicht ungehaltenen wirkenden Ameiko.
Obwohl Sandpoint einiges an Aufregung in den letzten fünf Dekaden er- und überlebte, waren die letzten fünf, sechs Jahre ruhig, abgesehen von vereinzelten Angriffen durch Goblins auf Händler und einsame Reisende - doch zwei, drei muskel- und waffenstrotzende Wachen erwiesen sich in der Regel als ausreichend, um die eher feigen, kleinen Biester abzuschrecken.
In den letzten zwei Wochen scheint sich das jedoch geändert zu haben; Amris Kiehn, fahrender Händler und Hauptlieferant von 'Savah's Waffen' war der erste; trotz seiner drei, den Anforderungen mehr als entsprechenden, Wachen wurde er von Goblins angegriffen und beinahe getötet.
Auch eine Gruppe von Händlern aus Magnimar wurde Opfer der kleinen Biester als sie, auf der Suche nach einem guten Deal mit Ameiko Kaijitsu für den Import von Sandpoint's Glaswaren, nach Sandpoint reisten. Die Händlergruppe kehrte um und sandte einen berittenen Boten, der ihre Meinung zur Effizient der Sandpoint Miliz wenn nicht sonderlich geist- so doch sehr wortreich vermittelte.
Beunruhigt über die Dreistigkeit der Goblins hat Sheriff Hemlock das vor fünfzehn Jahren aus finanziellen Gründen abgeschaffte Kopfgeld auf Goblins wiedereingesetzt: 1 Vi-kor für jedes relativ frisches Goblinohr sowie eine Sonderprämie von 50 Vi-kori für den Kopf Gutwad's, dem Häuptling des Krötenlecker-Stammes.
Wäre Shalelu nicht wieder einmal auf einem ihrer ausgedehnten 'Ausflüge' (und interessierte sie sich für Silber), hätte sie das Kopfgeld vermutlich schon kassiert. So jedoch winkt das Kopfgeld nach wie vor dem- oder denjenigen, die den Mut und die Kraft haben, die Gelegenheit beim Schopf zu packen.
Auch Ameiko Kaijitsu ist verstimmt über die vermehrte Aktivität der Goblins; die Knospen an den drei Kirschbäumen hinter dem Rostigen Drachen reifen und werden sich in ein paar Tagen öffnen - weshalb die Vorbereitungen für das jährliche Sakura-Hanami, dem Kirschblütenfest, das sie ausrichtet, in vollem Gange sind.
Das Sakura-Hanami ist ein Highlight ganz besonderer Art; der Rostige Drache serviert authentische Speisen aus Tian und Ameiko singt und spielt traditionelle Lieder auf ihrem Shamisen für ihre Gäste. Zahlreiche bunte Lampions schmücken die drei Kirschbäume und spenden Licht, während in die Nacht gefeiert wird.
Doch mit der erhöhten Gefahr durch die Goblins ist das Sakura-Hanami in Gefahr; Ameiko's Bestellungen liegen in Magnimar bereit, doch die Händler sind nicht willig, das Risiko eines Überfalls in Kauf zu nehmen.
Dass der Krötenlecker-Stamm anscheinend den Respekt vor bewaffneten Wachen verloren hat, ist schon schlimm. Dass die kleinen Biester offenbar eine gefährliche Art von Magie in ihre gierigen Pranken bekommen haben, wesentlich schlimmer.
Eine der Händlerwache sprach im Fieber davon, wie die Goblins den Wagen seines Auftraggebers mit Explosionen farbigen Feuers angegriffen hatten. Beinahe könnten die Worte der Wache als Fiebergespinnst abgetan werden - wären da nicht die grossflächigen Verbrennungen, die den Mann beinahe umgebracht haben...
Der Wächter ist zur Zeit in Behandlung in der Kathedrale Sandpoints, wo er von den Priestern gepflegt wird.
Sheriff Hemlock wartet ungeduldig darauf, den Wächter detailliert befragen zu können, doch Frater Abstalar Zantus, der Hohe Priester der Kathedrale, hat alle bisherigen Versuche des Sheriffs abgeblockt; solange es keine konkrete Pläne der Miliz für ein Vorgehen gegen die Goblins gebe, werde er nicht zulassen, dass die Heilung der Wache unterbrochen wird. Hemlock müsse sich gedulden.
Ameiko hat, in der Hoffnung, das Goblin-Problem schnellstmöglich aus der Welt zu schaffen, versprochen, das Kopfgeld aus eigener Tasche zu verdoppeln, so dass zur Zeit eine Gesamtprämie von 2 Vi-kori pro Goblinohr und 100 Vi-kori für Gutwad's Kopf ausstehen.
11:45
Nun, gerade rechtzeitig zum Mittagessen, kehren verschiedene Bewohner Sandpoints im Rostigen Drachen ein, ein jeder mit einem Interesse daran, dass die Goblinüberfälle ein Ende finden. Sei es, um des Kopfgeldes willen, sei es aus einem Bedürfnis, der Bedrohung Einhalt zu gebieten, bevor die Goblins in den Besitz noch mehr Waffen und Beute kommen, die sie zu einer Gefahr für Sandpoint selbst machen - oder aus anderen, persönlicheren, Gründen.
Der Rostige Drachen duftet wunderbar; der Geruch von bratendem Fleisch, dünstendem Gemüse und exotischen Gewürzen driftet verführerisch durch den Gastraum und lässt den Gästen das Wasser im Munde zusammenlaufen.
Schalen mit aromatischen Tees stehen auf kleinen, gläsernen Plättchen vor den Gästen auf den glänzend lackierten Holztischen.
Die dekorativ an den Wänden verteilten Musikinstrumente und
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Ein korvosanischer Barde, zweifelsohne angereist für das bevorstehende Sakura-Hanami, spielt eine leise, leichte Melodie auf der für diesen Zweck frei gehaltenen, erhöhten Plattform.
Nahe der zur Küche führenden Flügeltüren sitzt Sheriff Hemlock und spricht in gedämpfter Stimme mit einer leicht ungehaltenen wirkenden Ameiko.






malt er sich für einen Moment aus